Volunteering mit Workaway – meine Erfahrungen

Volunteering mit Workaway – meine Erfahrungen

Da mich bereits mehrere Menschen gefragt haben, wie ich Volontariats-Stellen und Projekte im Ausland gefunden habe und wie das Ganze im Detail funktioniert, möchte ich gerne meine bisherigen Erfahrungen und ein paar Tipps mit euch teilen.

Zunächst zur womöglich wichtigsten Frage: Wie findet man Projekte im Ausland, bei denen man gegen Kost und Logis arbeiten kann? Ich persönlich nutze dafür die Plattform Workaway.info. Es gibt hier unglaublich viele Projekte auf der ganzen Welt in den unterschiedlichsten Bereichen zu finden. Von Nachhaltigkeit, Bildung, Pflege, Tourismus bis hin zu House Sitting gibt es hier Angebote für jeden Geschmack.  Die Plattform ist mittlerweile so groß, dass ich es kaum glauben kann, wenn junge Menschen, insbesondere Reisende und Backpacker, noch nie davon gehört haben. Als „Workawayer“ kann man zum aktuellen Zeitpunkt über 36.000 Hosts – das sind die Gastgeber – in insgesamt 183 Ländern kontaktieren und eine Zusammenarbeit für einen bestimmten Zeitraum vereinbaren.

Es gibt neben Workaway auch andere Plattformen, wie beispielsweise wwoofinternational.org. Wwoof fokussiert sich auf die Freiwilligenarbeit auf ökologischen Farmen und meines Wissens nach ist hier im Gegensatz zu Workaway für jedes einzelne Land jeweils eine Anmeldung und die Zahlung einer Gebühr nötig. Wwoofing ist sicherlich eine super Sache, aber da ich persönlich noch keine Erfahrungen damit gemacht habe, möchte ich mich in diesem Artikel auf Workaway konzentrieren.

Was kostet das Ganze und was bekommt man im Gegenzug? Um als Workawayer Hosts kontaktieren zu können, benötigt man einen aktiven Account auf Workaway.info. Der Single-Account kostet 36 Euro im Jahr, der für Paare 48 Euro, das sind also im Fall von Singles 3 Euro im Monat bzw. bei Paaren jeweils 2 Euro. Für die Teilnahme an Projekten fallen in den meisten Fällen keine Gebühren an. Jeder Host kann hier allerdings individuelle Konditionen festlegen.

Typische Konditionen wären zum Beispiel eine Arbeitswoche mit fünf Stunden am Tag, fünf Tage die Woche im Tausch gegen Kost und Logis. Es gibt aber auch Projekte, in denen man nur drei Stunden täglich arbeitet, dafür aber beispielsweise nur eine Mahlzeit am Tag erhält, sein Essen selbst oder in Form einer Gebühr zahlt. Hier gibt es wirklich alle möglichen Varianten. Deshalb mein Tipp: Wenn die Konditionen nicht eindeutig im Profil genannt werden, solltest du in jedem Fall nachhaken! Das gilt auch für die Art der Unterkunft. Während die meisten Projekte ein privates Bett oder ein Bett im Schlafsaal zur Verfügung stellen, gibt es auch einige, in denen man lediglich ein Zelt oder sogar nur einen Zeltplatz nutzen kann. Es gibt zudem Projekte mit einer Mindestaufenthaltsdauer – mache dich also im Voraus schlau!

Uns ist es leider zwei Mal passiert, dass wir von Projekten erst kurz vor geplanter Anreise erfahren haben, dass sie eine Gebühr erheben, obwohl dies nicht auf ihrem Profil ersichtlich war. Deshalb gilt: Rechtzeitig nachfragen und hartnäckig bleiben, wenn der Gastgeber keine klaren Informationen preisgibt!

Wie sind meine persönlichen Erfahrungen mit Workaway? Ich habe seit 2016 einen Paar-Account auf Workaway zusammen mit meinem Freund. Wir haben bisher in insgesamt neun Projekten in Südafrika, Belize, Guatemala, Panama, Kolumbien und Peru gearbeitet und haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Wir waren hauptsächlich in Projekten mit den Schwerpunkten Permakultur, Selbstversorgung, Off-The-Grid und Öko-Tourismus und außerdem zwei Mal als House-Sitter tätig.

Ich persönlich kann Workaway und Freiwilligenarbeit im Ausland allgemein nur weiterempfehlen. Die Erfahrungen, die man damit macht und die Menschen, die man auf diese Weise kennenlernt, sind so außergewöhnlich und einmalig. Viele der Projekte befinden sich abseits der Touristenhochburgen. Man lernt dadurch die unbekanntesten Gegenden kennen, lernt die Kultur und die Einheimischen aus einer ganz anderen Perspektive kennen, lebt unter den ungewöhnlichsten Umständen und arbeitet mit Menschen aus aller Welt zusammen. Ich finde, Volunteering ist eine super Gelegenheit, sich selbst weiterzuentwickeln, seinen Horizont zu erweitern, Kontakte zu knüpfen und natürlich günstig zu reisen. Meine Empfehlung deshalb: Probier’s einfach!

Hast du bereits Erfahrungen mit Workaway oder anderen Volunteer-Plattformen gemacht? Schreib’s mir in die Kommentare!



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.